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Zwillingsmaschine (Pearl Engine) (Februar 2007)
Wasserrohrkessel (Typ Ofeldt) (November 2006)
Rumpf (Elliott Bay Fantail Launch) (November 2006)
Viel Spaß beim Lesen. Ich würde mich über Anregungen und Vorschläge sehr freuen.
30. April 2006
Motivation
Als ich Anfang 2005 vom Dampfvirus befallen wurde, waren die Webseiten von Dampfboot-Enthusiasten weltweit meine einzige Informationsquelle. Erst danach hatte ich Zugang zu der entsprechenden Fachliteratur. Die einzelnen Webseiten widerspiegeln die persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten des Erbauers, und sind allesamt beinahe Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Thema “Dampfboote” beschäftigt. In meinem Falle haben sie mein Projekt in die richtigen Bahnen geführt, wofür ich hier meinen Dank aussprechen möchte.
Um mein Körnchen dazu beizutragen, habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen beim Bau meines Dampfbootes zu veröffentlichen. Ich hoffe, dadurch andere – unter Umständen auch Rentner - zum Bau eines Dampfbootes zu motivieren. Und ich wünsche mir, dass dieser Blog zu einem regen Austausch mit anderen Dampfbötlern führt. Denn bis zur Vollendung des Projektes werde ich mit Sicherheit mit zahlreichen Problemen konfrontiert werden, die durch Anregungen der Dampfbootgemeinschaft leichter zu meistern sein werden.
Deutsche Sprache schwere Sprache...
Da ich die deutsche Sprache nicht mit der Muttermilch aufgesogen habe, bitte ich um wohlwollendes Darüberhinwegsehen, sollten meine Ausführungen Spanisch vorkommen...
Vorgeschichte
An sich bin ich gewissermaßen vorbelastet. Mein Vater war in Spanien zuständig für Wartung und Reparatur des Lokomotivenparks (Lorenloks und ausgewachsene Rangierloks) des Werks, wo er tätig war. Als kleiner Junge habe ich an Erprobungsfahrten teilgenommen. Lange her...
Anfang 2005 war ich erneut auf der Suche nach einer “sinnvollen” Freizeitbeschäftigung. Vorangegangen waren beinahe 20 Jahre als leidenschaftlicher Modellflieger und Flugmodellbauer, mit allen Konsequenzen (einschließlich Flugmotoren- und Turbinenbau, Erwerb des Pilotenscheins in USA). Danach kam eine intensive Phase als Segler, und schließlich die Entdeckung der Langsamkeit... (paddeln, Bau meines eigenen wood-and-canvas Kanus bei Jerry Stelmok in Atkinson, Maine, gefolgt von der Restaurierung eines 100-Jahre alten Kingsbury-Kanus, das ich in einem Schuppen in New Hampshire entdeck hatte).
eBay war die Quelle für die ersten Modell-Dampfmaschinen. Ende dieser Phase war der Kauf eines unvollendeten Dampftreckers im Maßstab 1:3, der mit einer veritablen Verbundmaschine ausgestattet war.

Mein erstes "Dampfspielzeug"
Die Beschäftigung mit dieser Dampfmaschine war sehr aufschlussreich. Obwohl der Kessel einen sehr professionellen Eindruck machte, war die Maschine regelrecht zusammengeschustert. Der Dampftrecker wurde wieder verkauft, und es stand fest: mein nächstes Projekt soll ein Dampfboot sein.
Entwicklung bis heute
Mein Projekt hat sich langsam in die richtige Richtung weiterentwickelt. Um den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen, plante ich anfangs, den Rumpf meines Segelbootes entsprechend umzubauen. Ich nahm im Kauf, dass die Rumpfform nicht sehr geeignet ist (sehr flach), war aber vorhanden, und ich hatte den dazu passenden Trailer. Mit einer Wasserlinienlänge von 6,5 m könnte man was anfangen.

Segelboot "Judith", dessen Rumpf ich umbauen wollte
Passend zur Jolle wählte ich eine Einzylindermaschine. Ich entschied mich für die Pearl-Maschine, sowohl aus optischen (schöne Kinematik) als auch aus praktischen Gründen (Wartungsteile frei zugänglich).
Gleichzeitig beschäftigte ich mich mit dem Kessel, nahm Kontakt zu den Dampflok-Modellbauern auf, und erfand das Rad erneut... Ohne es zu wissen brachte ich etwas zu Papier, was dem Ofeldt-Wasserrohrkessel ähnlich aussah. Erst nach dem Eintritt in den DDV im Frühjahr 2005 hatte ich Zugang zu wichtigen Informationsquellen. Die Kesselkonstruktion nahm Formen an.
Nach dem Dampfboot-Jahrestreffen in Potsdam 2005 kamen erste Zweifel an die Eignung meines Rumpfes. Und an die Leistung der Einzylindermaschine: ich bestellte die fehlenden Teile, um die Pearl-Zwillingsmaschine zu bauen. Die Suche nach einem Boot endete mit dem (Blind)-Kauf eines Rumpfes im Januar dieses Jahres. Die Rumpfform schien mir geeignet, obwohl etwas zu groß (7,5 m Gesamtlänge).

K10-Segelkutter, nach Entfernen der Einbauten
Nach totaler Entkernung des Rumpfes entpuppte sich das Boot als ein ehemaliger K10-Segelkutter der DDR-Marine. Erhebliche Mängel kamen zu Tage, und die Fahrzeugwaage zeigte nach Entkernung immer noch ca. 800 kg an. Obwohl sehr günstig gekauft, würde sich der Ausbau einer solchen Schale nicht lohnen.
Kurzentschlossen verkaufte ich das Boot und bestellte was „richtiges“ für mein Projekt. Die Wahl fiel auf die Schale der Elliott Bay Steam Launch.
Ich habe mir vorgenommen, alle erforderlichen Arbeiten selbst durchzuführen. Mein Plan sieht vor, den Rumpf während des Sommers auszubauen. Während des kommenden Winters könnte ich die restlichen Arbeiten an der Maschine und am Kessel durchführen. Nach Erprobungen im nächsten Frühjahr, Taufe und erste Erprobungsfahrten.
Als ich Anfang 2005 vom Dampfvirus befallen wurde, waren die Webseiten von Dampfboot-Enthusiasten weltweit meine einzige Informationsquelle. Erst danach hatte ich Zugang zu der entsprechenden Fachliteratur. Die einzelnen Webseiten widerspiegeln die persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten des Erbauers, und sind allesamt beinahe Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Thema “Dampfboote” beschäftigt. In meinem Falle haben sie mein Projekt in die richtigen Bahnen geführt, wofür ich hier meinen Dank aussprechen möchte.
Um mein Körnchen dazu beizutragen, habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen beim Bau meines Dampfbootes zu veröffentlichen. Ich hoffe, dadurch andere – unter Umständen auch Rentner - zum Bau eines Dampfbootes zu motivieren. Und ich wünsche mir, dass dieser Blog zu einem regen Austausch mit anderen Dampfbötlern führt. Denn bis zur Vollendung des Projektes werde ich mit Sicherheit mit zahlreichen Problemen konfrontiert werden, die durch Anregungen der Dampfbootgemeinschaft leichter zu meistern sein werden.
Deutsche Sprache schwere Sprache...
Da ich die deutsche Sprache nicht mit der Muttermilch aufgesogen habe, bitte ich um wohlwollendes Darüberhinwegsehen, sollten meine Ausführungen Spanisch vorkommen...
Vorgeschichte
An sich bin ich gewissermaßen vorbelastet. Mein Vater war in Spanien zuständig für Wartung und Reparatur des Lokomotivenparks (Lorenloks und ausgewachsene Rangierloks) des Werks, wo er tätig war. Als kleiner Junge habe ich an Erprobungsfahrten teilgenommen. Lange her...
Anfang 2005 war ich erneut auf der Suche nach einer “sinnvollen” Freizeitbeschäftigung. Vorangegangen waren beinahe 20 Jahre als leidenschaftlicher Modellflieger und Flugmodellbauer, mit allen Konsequenzen (einschließlich Flugmotoren- und Turbinenbau, Erwerb des Pilotenscheins in USA). Danach kam eine intensive Phase als Segler, und schließlich die Entdeckung der Langsamkeit... (paddeln, Bau meines eigenen wood-and-canvas Kanus bei Jerry Stelmok in Atkinson, Maine, gefolgt von der Restaurierung eines 100-Jahre alten Kingsbury-Kanus, das ich in einem Schuppen in New Hampshire entdeck hatte).
eBay war die Quelle für die ersten Modell-Dampfmaschinen. Ende dieser Phase war der Kauf eines unvollendeten Dampftreckers im Maßstab 1:3, der mit einer veritablen Verbundmaschine ausgestattet war.

Mein erstes "Dampfspielzeug"
Die Beschäftigung mit dieser Dampfmaschine war sehr aufschlussreich. Obwohl der Kessel einen sehr professionellen Eindruck machte, war die Maschine regelrecht zusammengeschustert. Der Dampftrecker wurde wieder verkauft, und es stand fest: mein nächstes Projekt soll ein Dampfboot sein.
Entwicklung bis heute
Mein Projekt hat sich langsam in die richtige Richtung weiterentwickelt. Um den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen, plante ich anfangs, den Rumpf meines Segelbootes entsprechend umzubauen. Ich nahm im Kauf, dass die Rumpfform nicht sehr geeignet ist (sehr flach), war aber vorhanden, und ich hatte den dazu passenden Trailer. Mit einer Wasserlinienlänge von 6,5 m könnte man was anfangen.

Segelboot "Judith", dessen Rumpf ich umbauen wollte
Passend zur Jolle wählte ich eine Einzylindermaschine. Ich entschied mich für die Pearl-Maschine, sowohl aus optischen (schöne Kinematik) als auch aus praktischen Gründen (Wartungsteile frei zugänglich).
Gleichzeitig beschäftigte ich mich mit dem Kessel, nahm Kontakt zu den Dampflok-Modellbauern auf, und erfand das Rad erneut... Ohne es zu wissen brachte ich etwas zu Papier, was dem Ofeldt-Wasserrohrkessel ähnlich aussah. Erst nach dem Eintritt in den DDV im Frühjahr 2005 hatte ich Zugang zu wichtigen Informationsquellen. Die Kesselkonstruktion nahm Formen an.
Nach dem Dampfboot-Jahrestreffen in Potsdam 2005 kamen erste Zweifel an die Eignung meines Rumpfes. Und an die Leistung der Einzylindermaschine: ich bestellte die fehlenden Teile, um die Pearl-Zwillingsmaschine zu bauen. Die Suche nach einem Boot endete mit dem (Blind)-Kauf eines Rumpfes im Januar dieses Jahres. Die Rumpfform schien mir geeignet, obwohl etwas zu groß (7,5 m Gesamtlänge).

K10-Segelkutter, nach Entfernen der Einbauten
Nach totaler Entkernung des Rumpfes entpuppte sich das Boot als ein ehemaliger K10-Segelkutter der DDR-Marine. Erhebliche Mängel kamen zu Tage, und die Fahrzeugwaage zeigte nach Entkernung immer noch ca. 800 kg an. Obwohl sehr günstig gekauft, würde sich der Ausbau einer solchen Schale nicht lohnen.
Kurzentschlossen verkaufte ich das Boot und bestellte was „richtiges“ für mein Projekt. Die Wahl fiel auf die Schale der Elliott Bay Steam Launch.
Ich habe mir vorgenommen, alle erforderlichen Arbeiten selbst durchzuführen. Mein Plan sieht vor, den Rumpf während des Sommers auszubauen. Während des kommenden Winters könnte ich die restlichen Arbeiten an der Maschine und am Kessel durchführen. Nach Erprobungen im nächsten Frühjahr, Taufe und erste Erprobungsfahrten.
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